DK E-Trade
groessentabelle


Warum Kleidergrößen so verwirrend sind
Kleidergrößen sind weltweit nicht einheitlich geregelt – anders als Meter oder Kilogramm. Jede Region, jede Marke und teilweise sogar jede Kollektion arbeitet mit eigenen Maßtabellen. Dadurch kann dieselbe nominelle Größe (z. B. „M“ oder „38“) je nach Hersteller unterschiedlich ausfallen.
Das Problem der Eitelkeitsgrößen (Vanity Sizing)
Vor allem amerikanische Marken haben ihre Größen über Jahrzehnte „größer gemacht“. Ein Kleid in Größe US 8 von heute entsprach in den 1950er-Jahren eher einer US 12. Kundinnen passen scheinbar in eine kleinere Zahlengröße und fühlen sich gut, tatsächlich ist das Kleid aber weiter geschnitten. Diese Eitelkeitsgrößen erschweren den Vergleich zwischen Marken und machen internationale Umrechnungen unzuverlässig.
Das EU-Nummerierungssystem
Europäische Konfektionsgrößen (z. B. 34, 36, 38, 40) folgen einer anderen Logik. Grob gesagt orientieren sie sich am Körpermaß, meist am Brustumfang, vereinfacht etwa:
Brustumfang (in cm) ÷ 2 + Konstante ≈ EU-Größe.
Beispiel: Eine EU 36 entspricht ungefähr einem Brustumfang von ca. 88 cm (36 × 2 = 72, plus ca. 16 = 88 cm). Da jede Marke eigene Schnitte nutzt, dienen diese Formeln aber nur als Orientierung.
UK vs. US: Der 4-Größen-Unterschied
UK- und US-Größen verwenden zwar eine ähnliche Nummerierung, unterscheiden sich aber systematisch. Für viele Damenkonfektionsgrößen gilt: UK ist etwa 2–4 Nummern „höher“ als US. Ein häufig genutzter Richtwert ist: US 6 ≈ UK 10. Wer international einkauft, sollte deshalb immer auf Umrechnungstabellen achten und im Idealfall Körpermaße in Zentimetern mit den Größentabellen der jeweiligen Marke vergleichen.